Esdoorn Weg 4 (Parterre)

(2004) Ilka, Phillip, Flo und meine Wenigkeit am Strand in Cadzand

Nach einer schönen Woche in Callantsoog ergab sich mehr oder weniger spontan die Möglichkeit noch drei Tage am anderen Ende von Holland zu verbringen. Ilka und Florian waren in Cadzand an den Start gegangen und hatten Philipp im Gepäck. Während also meine lieben Kommilitonen die Heimfahrt von Callantsoog aus antraten, ging es für mich noch ein bisschen weiter.

Zunächst galt es irgendwie von Nordholland zum südlichsten Zipfel Küste zu gelangen, das Holland zu bieten hat. Meine kleine Reise führte mich dabei durch Rotterdam, wo ich mir den gigantischen Hafen und die Innenstadt ansah.

Meine Investition in eine Straßenkarte der Niederlande erwies sich bis zu einem gewissen Punkt als sinnvoll. In einer großen belgischen Stadt, mit einem noch viel größeren Autobahnring verließ mich jedoch das Glück. Meine Ankunft in Cadzand verschob sich weit nach Sonnenuntergang und an diesem Abend ging mit mir nicht mehr viel. Zumindest habe ich noch das Meer gesehen, und das ist ja wohl das Wichtigste!

In den nächsten Tagen ging dafür umso mehr. Zum Beispiel als wir mit einem gekaperten :) Tretfahrrad die Strassen und Dünenwege das Fürchten lehrten, oder bei einer gemütlichen Partie Minigolf zeigten, dass Ehrgeiz Sonntags Hausverbot hat. Flo und Philipp trugen ihren pubertären Zwist beim Schach aus, während ich dem Armdrücken den Vorzug gab.
Eine Hand voll Sand, die Philipp heimlich in der Tasche meines Parkas deponierte, sollte mich noch mindestens ein halbes Jahr an Cadzand und das Meer erinnern.

Das Wohlstandskind weiß sein Glück zu schätzen.